Rad-Fuß-Verkehr Kreisel Ochsenweg in Weiche

Anfrage AF 24/2018 für den Ausschuss für Umwelt, Planung und Stadtentwicklung am 18.09.2018

Anfrage:

1. Im Kreisel haben auf Grund der derzeitigen Beschilderung die RadfahrerInnen und FußgängerInnen, im Gegensatz zu den Kfz, keine Vorfahrt. Dies führt dazu, dass zu verkehrsstarken Zeiten keine Querung der Lilienthalstraße und des Ochsenweges möglich ist. Ist diese Beschilderung überhaupt zulässig?

2. Kann man die Beschilderung so ändern, dass der den Kreisel begleitende Fuß- und Radverkehr, so wie die KFZ jetzt auch, ebenfalls Vorfahrt erhält?

3. Hat man als Radfahrer den Kreisel Richtung Lilienthalstraße verlassen, besteht im Fall eines Sturzes erhebliche Verletzungsgefahr an den ungeschützten Trägern der Leitplanken. Kann man da etwas zum Schutz der Radfahrer tun?

Antwort der Verwaltung:

Zu 1. Zunächst ist festzustellen, dass es in diesem Kreisverkehr keine Radwegebenutzungspflicht gibt, RadfahrerInnen also auch auf der Kreisfahrbahn fahren dürfen. Zum Vorrang der Fußgänger lässt sich sagen, dass querende Fußgänger gegenüber dem aus dem Kreisverkehr ausfahrenden (abbiegenden) Fahrzeugführer Vorrang haben (können).Dieser Vorrang entsteht in dem Augenblick, in dem der Fußgänger seine Absicht, dort queren zu wollen, zu erkennen gibt. Der Fahrzeugführer ist dann zu besonderer Vorsicht verpflichtet und ggf. wartepflichtig. Bei der Annäherung und der Einfahrt in den Kreisverkehr ist der Fußgänger wartepflichtig. Radfahrer müssen (auf dem für Radfahrer freigegebenen Gehweg) aktuell Vorfahrt gewähren. An der Zulässigkeit der aktuellen Beschilderung ergeben sich seitens der Polizei und Verkehrsbehörde keine Zweifel.

Zu 2. Es gibt grundsätzlich 3 Führungsformen für Radfahrer an Kreisverkehren (Mischverkehr, Radwege mit Bevorrechtigung und Radwege mit Unterordnung). Zur Förderung des Radverkehrs könnte man tatsächlich prüfen, ob hier eine andere Führung angezeigt ist.

Zu 3. Dies ist primär eine Angelegenheit der Straßenbaubehörde. Nach Rücksprache mit dem TBZ ist aber wohl beabsichtigt, die Schutzplanke in 2019 abzubauen

Die Anfrage als PDF 

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